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Paris, was ist nur geschehen?
In der Nacht am Freitag, den 13 Dezember, explodierten mehrere Bomben in der Innenstadt Paris'. Dazu kamen willkürliche Massaker in Cafés, Bars und Restaurants. Mehr allein als die Hälfte dieser Menschen starb in der Konzerthalle "Bataclan". Über 129 Menschen ließen insgesamt ihr Leben, viele schweben noch in Lebensgefahr.
Diese Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer in allen Medien, weltweit.
Aber, warum das alles? Warum müssen unschuldige Menschen sterben, werden einfach aus ihrem Leben gerissen? Diese Leute rechneten nicht damit. Es hätte jeder sein können und doch traf es sie.
Verantwortlich dafür bekennte sich der Islamische Staat (IS). Grauenvoll, auch, weil vor ungefähr 10 Monaten schon mal ein Anschlag in Paris, auf die Satire-Zeitschrift "Charlie Hebdo", verübt worden ist.
Paris steht unter Schock und die gesamte Welt trauert über den tragischen Tod und unmenschlichen Mord an Menschen, wie du und ich.
Ich bin geschockt, voller Trauer und Mitleid. Aber Angst sollte man nicht haben, denn das ist genau das Ziel des IS, uns in Angst und Schrecken zu versetzen. Frankreich, die USA und auch, seit ein paar Wochen Russland, stehen an oberster Stelle der "Ziele" des IS. Aus dem Grund, weil diese drei Länder der Terrormiliz den Kampf erklärt haben und mit Militär verstärkt gegen sie vorgehen.
Was passiert aber jetzt? Wird es einen globalen Krieg geben, oder werden in nächster Zeit noch mehr solcher grauenvollen Anschläge passieren? Der IS gab bekannt, dass das nur der Anfang und eine Warnung war, gegenüber Frankreich.
Wie können Menschen so geblendet sein, sich und unschuldige Mitbürger/Menschen einfach in den Tod reißen? Bei dem Thema Religion bin ich zwiegespalten, einerseits geht es mich nichts an, an was andere Menschen glauben, aber auf der anderen Seite, kann sie Menschen blind machen, vor allem, wenn es in Extremismus abdriftet. Das ist natürlich kein Ultimatum, aber es kann dennoch häufig passieren.
Jedoch ist und bleibt es überhaupt kein Rechtfertigungsgrund, (jetzt) zu sagen, dass der Islam an sich eine brutale und menschenverachtende Religion ist. Denn so einfach ist das nicht, man kann nicht mir nichts, dir nichts eine gesamte Gruppe von Menschen verurteilen. Dieses Stereotypieren und hyperbolische Denken ist oberflächlich und einfältig. Denn es stimmt überhaupt nicht.
Viele Moslems bezeichnen IS-Anhänger nicht mal mehr als Gläubige, sondern als unmenschliche, geblendete und brutale Tiere, die sogar gegen den Koran handeln. Ein Paradoxon vom allerfeinsten.
99.9% der Einwohner der Türkei zum Beispiel waren bis auf's Tiefste geschockt und verletzt über das, was in Paris passiert ist. Also zu behaupten, dass alle Moslems Attentäter sind, ist rassistisch, hinterwäldlerisch und dumm. Es sind einfach Gläubige, genauso wie Buddhisten, Christen oder Hindus. Und noch wichtiger, es sind Menschen, in allem gleich.
Doch warum läuft oft so vieles schief in einer Religionsgemeinschaft? Viele Menschen haben nichts, sind nicht (ausreichend) aufgeklärt, oder wurden so erzogen. Deshalb stellen sie die Religion über alles und sind der Meinung, alle anderen davon überzeugen zu müssen, dass ihre Religion, ihr Glauben das Beste und der/die wahre sind. Meist - leider - auf die brutale Art.
Ich bin einfach nur sprachlos, auch darüber, dass diese Extremisten jetzt versuchen der Welt ihre Ansichten aufzudrängen. Können sie nicht einfach den Mund halten und andere Menschen ihr Leben leben lassen, so wie jene es wollen? Ist es wirklich notwendig, Unschuldige hinzurichten, noch grausamer, als im Mittelalter oder im Dritten Reich? Hat die Welt nicht aus den vergangenen Jahrhunderten gelernt? Und wie konnte es überhaupt so weit kommen, dass sich diese Terror-Bewegung so weit verbreitete?
Ich kann diese Fragen nicht einfach klären, weil ich dazu nicht das nötige Know-how habe, aber ich hoffe, dass dieser "Kampf" bald aufhört und nicht ausartet, zu einem internationalen Krieg. Denn dann antworten wir mit Gewalt auf Gewalt und das ist genauso "passé", unnötig und menschenverachtend wie der IS selbst.
Klar ist jedenfalls, dass wenn Frankreich den Nato-Bündnisfall ausruft, es wahrscheinlich Krieg geben wird. Denn er besagt, dass wenn ein Nato-Mitgliedsland von außen angegriffen wird, es als Anschlag auf alle Nato-Mitgliedsstaaten gilt. Das würde einen Krieg zur Folge haben. Bundeskanzlerin Merkel zeigte sich solidarisch, indem sie sagte, dass Deutschland in diesem Kampf unterstützen würde. Es bleibt nur abzuwarten, ob Frankreich dies macht oder nicht.
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